Das Engadin im Winter

Ein Schneeparadies

Die Wiege
des Wintersports

Hier wurde der Wintertourismus geboren und bereits zweimal wehte der Olympische Geist durch St. Moritz. Welcher Ort eignet sich besser, um selbst auf den Skiern zu stehen? Waghalsige trauen sich in die legendäre Bobbahn oder rodeln gar und der St. Moritzersee erweist sich gefroren fast noch reizvoller als im Sommer.

Wie St. Moritz die Winterferien erfand

Der Überlieferung nach sass Johannes Badrutt im Herbst 1864 mit vier englischen Feriengästen in seinem Hotel Kulm in St. Moritz vor dem Kaminfeuer zusammen. Badrutt schwärmte ihnen vom Winter in St. Moritz vor: strahlender Sonnenschein, eine verschneite Landschaft und tagsüber milde Temperaturen. Kurz: Ein Paradies auf Erden. Die Engländer glaubten ihm kein Wort. Zu gut kannten sie den trüben, nasskalten Winter Englands. So kam es zur legendären Wette, deren 150-Jahr-Jubiläum in diesem Winter gefeiert wird. Die Engländer sollten im Dezember wiederkommen, schlug Badrutt vor. Und wenn sie ihren Aufenthalt nicht geniessen würden, so würde er ihnen die Reisekosten erstatten. Die Engländer kamen tatsächlich – und blieben bis Ostern. Badrutt gewann seine Wette, der Wintertourismus war lanciert.

Das war nicht das letzte Mal, dass St. Moritz mit viel Pioniergeist Gäste anlockte. 1904 entstand zum Beispiel der Olympia Bobrun – die älteste noch benutzte Bobbahn der ganzen Welt. Die Strecke führt von St. Moritz über die Via Maistra nach Celerina. Während sich die Technik massgeblich verändert hat, ist die Strecke stets dieselbe geblieben. Jedes Jahr gegen Ende November baut eine Südtiroler Crew aus 5000 m3 Schnee und 4.000 m3 Wasser die grösste Schneeskulptur der Welt.

1928 fanden die Olympischen Winterspiele in St. Moritz statt. Frauen durften damals nur beim Eiskunstlauf mitmachen und die St. Moritzer hatten Pech, dass ausgerechnet im sonst kalten Februar die Temperaturen ungewöhnlich hoch waren, so dass viele Anlässe verschoben und der 10km-Eisschnelllauf gar abgesagt werden musste. Interessanterweise gehörten Ski Alpin damals noch gar nicht zu den Olympischen Disziplinen.

Dies änderte sich erst 20 Jahre später, als St. Moritz erneut Austragungsort war. Dann allerdings stritten sich die FIS (Féderation Internationale de Ski) und das IOC heftig über die Teilnahme von Profis, welche damals noch verboten war. Dafür war das Wetter 1948 viel besser und die Spiele führten zu einem starken Aufschwung des St. Moritzer Tourismus’.

Nicht vergessen werden dürfen natürlich auch das legendäre White Turf, das bereits seit 1907 stattfindet und  der äusserst beliebte Engadiner Skimarathon.


Bobmuseum Celerina
Ski-WM 2017
White Turf
Engadin Skimarathon

Weitere Sportarten

Aber auch sonst kommen Sportler aller Couleur auf ihre Kosten.
  • Skifahren
  • Langlaufen
  • Pferderennen
  • Winterwandern
  • Snowkiten
  • Bobsport
  • Skeleton
  • Nordic Walking
  • Schneeschuhlaufen
  • Reiten
  • Schwimmen
  • Yoga
  • Fitness
  • Eisklettern
  • usw.