Den Grundstein für den heutigen Schweizerhof St.Moritz legten
1897 Emil Roussette und Conradin von Flugi, beide Grundbesitzer und Pensionshalter,
zusammen mit Gian Töndury-Zender, dem damaligen Leiter und Mitinhaber
der Engadiner Bank in Samedan. Die Architekten waren Chiodera und Tschudy.
Im Juli 1898 wurde das «Hotel Suisse», wie der Schweizerhof
damals hiess, mit 4 Etagen eröffnet.
Die Lage des neuen Hotel war ausgezeichnet gewählt: sonnig, zentral und
windgeschützt.
Direkt vor der Haustür fuhr die Strassenbahn, welche von 1896 bis 1931 St.Moritz-Dorf mit dem eigentlichen Kurort St.Moritz-Bad verband.
1900 übernahm der damals erst 29-jährige Adolf Angst die
Leitung des Hotels.
1904 malte Gottardo Segantini, ältester
Sohn des berühmten Alpenmalers Giovanni Segantini, im
Zuge der umfangreichen Umbauten am Hotel einen dekorativen Birkenhain
an die Decke des lichten Speisesaales und bekam dafür CHF 2000.-.
Am 27. Januar 1906 lud das Hotel Schweizerhof zum 48. Geburtstag
des deutschen Kaisers Willhelm II.
1909 wurde im Zuge des Anbaus des Ost-Vestibüls der Lesesaal
aufwändig getäfelt und neu bemalt.
Das Schicksalsjahr 1910 brachte den Tod der beiden Gründer und
Eigentümer Emil Roussette und Conradin von Flugi. Neuer Besitzer
wurde Hans Luzius von Gugelberg aus Maienfeld, der junge Neffe von
Conradin von Flugi. Der mit seinem Ideenreichtum massgeblich die nächsten
Jahre des Hotels prägte. So hatte er etwa während der Kriegsjahre
1914-18, wo es sich kein Hotel leisten konnte, ein Orchester zu unterhalten,
die Idee, die Gäste selber musizieren zu lassen und er selbst
machte den Anfang.
Die goldenen 20-er Jahre waren die Blütezeit des Hotels und
der ganzen Region.
1927 starb Adolf Angst. Sein Nachfolger wurde J.P. Genelin.
Das Ende der Glanzzeit kam kurz nach dem New Yorker Börsencrash
von 1929 mit der Weltwirtschaftkrise. Als sich Mitte der 30-er Jahre
ein leichter Aufschwung abzeichnete, starb das letzte Gründungsmitglied
Gian Töndury-Zender am 13. März 1937. Sein Sohn Gustav Töndury-Tester
trat seine Nachfolge an.
Die Olympischen Winterspiele 1948 läuteten nach den düsteren
Jahren des Zweiten Weltkrieges eine neue Ära für St.Moritz
und den Schweizerhof ein. Der denkwürdige Kurbetrieb trat in den
Hintergrund und der Wintersport eroberte die Region.
1964 wurde die von Anfang an geplante 5. Etage aufgestockt.
2000 wurde auf dem Dach ein Wellnessbereich mit atemberaubender Aussicht
eingerichtet.
2006 Das Hotel Schweizerhof wurde als erstes 4-Sterne-Hotel Superior in St. Moritz eingestuft. Der Begriff "Superior" steht für eine feinere Unterscheidung, respektive für eine Auswahl von Betrieben, welche die Klassifikationsnormen ihrer Sternenzugehörigkeit übertreffen.
Ausführliche
Geschichte des Hotel Schweizerhof im PDF-Format:
Geschichte.pdf
(96KB) |
 |
|
 |